SPD Rodenbach will mehr bezahlbaren Wohnraum

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Rodenbachs stellte die SPD Fraktion eine Anfrage hinsichtlich der Schaffung neuen bezahlbaren Wohnraums in der Gemeinde. “Nach der Errichtung des neuen Mehrfamilienhauses an der Alzenauer Straße müssen wir unsere Anstrengungen nun auf das neue Baugebiet an der Adolf-Reichwein-Straße konzentrieren.”, so Jan Lukas, der Fraktionsvorsitzende. Schließlich stellt der knappe Wohnraum generell und insbesondere bezahlbarer Wohnraum unverändert ein großes Problem dar – und dies gilt nicht nur für unsere Gemeinde. Wir werden das Thema sicherlich nicht allein aus der Welt schaffen können, aber wir sollten wenigsten einen kleinen Beitrag zur Lösung leisten.”

In seiner Antwort verwies Bürgermeister Klaus Schejna zunächst auf die in diesen Tagen beginnenden Erdarbeiten zum Bau des neuen Tegut-Marktes. Über dem Markt seien 5 Wohnungen vorgesehen, die man zu einem Mietpreis zwischen etwa EUR 7,50 und EUR 8,00 vermieten wolle. Ein Belegungsrecht der Gemeinde sei vorgesehen.

Im vorderen Bebauungsbereich an der Adolf-Reichwein-Straße seinen darüberhinaus 7Mehrfamilienhäuser mit jeweils 15 Wohneinheiten geplant. In einem davon sei ebenfalls bezahlbarer Wohnraum geplant, der nach seinen Schätzungen mit etwa 10 Euro/qm vermietet werden könne. Der etwas höhere Mietpreis erkläre sich aus seiner besseren, nachhaltigeren Bauweise und einer vorgesehenen Tiefgarage.

Letztlich verfüge die Gemeinde noch über 4 Investorengrundstücke. Bei anstehenden Vertragsverhandlungen solle hier bezahlbarer Wohnraum in einer Größenordnung von etwa 15-20%  hineinverhandelt werden.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt des Gemeindeparlaments war der sogenannte Haushaltsvollzugsbericht 2022. Hierzu nahm seitens der SPD Fraktion Stefan Brehm Stellung. Bei einem Haushaltsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro ergebe sich zum Jahresende voraussichtlich ein Defizit von etwa 870.000€, dass vollständig aus den in den letzten Jahren gebildeten Rücklagen iHv 6,5 Millionen € gedeckt werde. “Diese Rücklage zeigt wieder einmal, wie vernünftig und vorsichtig die Finanzpolitik der letzten Jahre war und wie sparsam mit den Haushaltsgeldern umgegangen wurde.”, so Brehm.

Ganz besonders positiv würdigte Brehm auch noch einmal den Verschuldungsgrad der Gemeinde. Mit 925€ pro Kopf lieg er bei weniger als der Hälfte des Durchschnitts aller Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis und auch der Gemeinden in Hessen. Im Vergleich zum Haushalt des Landes Hessen mache er sogar nur 13,3% aus.